Deutsch-Lettisches Begegnungszentrum Liepaja

Unser Zentrum ist mit mehr als 60 Mitgliedern der größte deutsche Kulturverein in Liepaja, der viele Anhänger hat. Unser  Begegnungszentrum ist mit der Unterstützung deutschen Freunde aus Darmstadt entstanden. Die Hauptziele unserer Tätigkeit sind die Erforschung des deutschen Kulturerbes in Kurland und die Ausbildungsarbeit.

Es sind 15 Jahre seit der Gründung des Deutsch-Lettischen Begegnungszentrums Liepaja vergangen. Auf Vorschlag der deutschen Freunde wurde der ehemalige Deutsche Kulturverein, der schon seit dem Jahre 1989 existierte, zum Deutsch-Lettischen Begegnungszentrum, um die Bedeutung der Völkerverständigung hervor-zuheben. Das Begegnungszentrum ist offen für jeden, der an der deutschen Sprache und Kultur interessiert ist und der deutschsprachige Kontakte pflegen möchte.

Unsere Mitglieder sind meistens Leute, die sich in ihrer Tätigkeit der Erkennung der deutschen Kultur und der Geschichte der Stadt sowie Kurlands zuwenden wollen. Es werden Lesungen über verschiedene Perioden der Geschichte der Stadt Liepaja gehalten,  wobei zahlreiche Materialien der wissenschaftlichen Bibliothek Liepaja in deutscher Sprache benutzt werden. Die Vorsitzende des Deutsch-Lettischen Begegnungszentrums Taisija Hristolubova hat im Laufe einer längeren Zeitperiode den Vorlesungszyklus zum Thema, Einblick in die Schatzkammer der deutschen Kulturgeschichte“ gehalten. Sie organisiert auch interessante Nachmittage - dabei werden die Kenntnisse der Anwesenden in den Fragen der Kultur und des Gemeinschaftslebens geprüft. Es sind schon mehrere Lesungen zum Thema ,,Kurländische Herzöge“ gehalten worden - eine Reihe von Lesungen zur Geschichte von Liepaja und über die Stadtentwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Die oben genannten Veranstaltungen finden im Begegnungszentrum mittwochs um 17.00 Uhr statt und sind jedem Einwohner der Stadt zugänglich. Über die bedeutendsten Veranstaltungen wird die Presse informiert.

Im Begegnungszentrum funktioniert auch ein Jugend- und Kindermusikzirkel, der an verschiedenen Veranstaltungen teilnimmt und dessen gute Partner die Musikfach-oberschule und die 5. Mittelschule der Freundlichen Berufung sind.

Das Begegnungszentrum ist nicht nur in seiner inneren Tätigkeit aktiv, sondern  nimmt auch Gäste aus anderen Ländern auf, die beruflich und als Touristen zu uns kommen.

Fast jeden Sommer hält sich bei uns der Urenkel des berühmten Libauer Architekten  Max Paul Bertschy mit seiner Familie oder mit einer von ihm selbst geführten Touristengruppe aus Deutschland auf. Großes Interesse an  Liepaja zeigt auch Babette Baronin von Sass, die bereits fünf Seminare über deutsch-baltische Schriftsteller, Komponisten und Maler sowie deutsch-baltische Geschichte im Baltikum und Kirchen in Kurland an der Pädagogischen Akademie oder bei uns im Zentrum organisiert hat.

Wir unterhalten auch Kontakte mit mehreren Nachfahren der ehemaligen bekannten Libauer wie z. B. Reader, Katterfeld, Baronin Tiesenhausen (geb. Glasenab), die Nachfolger des Direktors der Deutschen Schule Reimers und des ehemaligen Bürgermeisters Adolphi u. a.. So kann man sagen, dass das Begegnungszentrum einen eigenen Beitrag auch zur Entwicklung des Tourismus in Liepaja leistet.

Das  Begegnungszentrum hat zwei Broschüren in deutscher und lettischer Sprache herauszugeben. Die eine ist dem 380. Geburtstag der Stadt Liepaja (2005) - die andere dem 250. Jubiläum der  Dreifaltigkeitskirche (2007) gewidmet. Inzwischen haben wir 12 Projekte realisiert.

Kurz vor dem Johannisfest ist eine von der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Darmstadt geführte Reisegruppe nach Liepaja gekommen, die sowohl im Deutsch-Lettischen Begegnungszentrum, als auch  im von der Vereinigung ,,Optimisten“ veranstalteten Sommerlager ,,Baltischer Sommer“ verweilte.

Deutsche Gäste haben den Wunsch geäußert, mit dem Deutsch-Lettischen Begegnungszentrum noch enger zusammenzuarbeiten. Außerdem haben sie unseren Verein eingeladen, assoziiertes Mitglied der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Darmstadt zu werden - was uns sehr erfreut hat. Wir sind überzeugt, dass diese Zusammenarbeit uns bereichern, die Völkerfreundschaft fördern und zudem das Ansehen von Kurzeme in Europa stärken wird.

Erfolgreich wurden Projekte zusammen mit den Schülern der   Musikfachoberschule Liepaja realisiert:

,,Sprachen sind Hände, die jeden erreichen“ (2003), ,,Auf den Spuren des deutschen musikalischen Kulturerbes“, „Richard Wagner in Riga“ (2004), ,,Libau ist ohne das Mitwirken der Deutschen nicht denkbar“ (2005), ,,Musik überschreitet die Grenzen“ (2006) mit der Beteiligung des Orchesters der TU Darmstadt.

 

 

Adresse:

Stendera 5, Liepāja, LV-3401

Kontakt:

Vorsitzende: Taisija Hristoļubova, taisija.21@inbox.lv